Das Ö1 Konzert Sophie Pacini in Liechtenstein

Di, 08.04.  |  14:05-15:30  |  Ö1
Sophie Pacini, Klavier. Frederic Chopin: Nocturne cis-Moll op. posth.; Impromptu cis-Moll op. 66; Scherzo Nr. 2 b-Moll op. 31; Cecile Chaminade: Romanze Nr. 1 h-Moll; Franz Schubert: Impromptu As-Dur op. 142/2; Franz Liszt: Consolation Nr. 4 S 172; Robert Schumann: Carnaval op. 9 (aufgenommen am 27. März im Hagenhaus Liechtenstein)

Sophie Paccini – „bittersweet"Die 33-jährige deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini musiziert im Hagenhaus in Nendeln. Nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt wurde in Liechtenstein eine denkmalgeschützte Stallscheune zu einem Konzertsaal umgebaut. Angrenzend an die frühere Stallscheune stand ein klassizistisches Doppelwohnhaus, ein Waschhaus und ein Schützenhäuschen. Erbaut wurde das Ensemble 1837 und bis ins Jahr 1912 diente es als k. u. k. – Postexpeditionsstelle zur Postablage für das ganze Liechtensteiner Unterland. Nach einer sorgfältigen Sanierung und Erweiterung um rund 18 Millionen Franken wird das Anwesen nun als neue Heimat der Internationalen Musikakademie Liechtenstein genutzt. Das Wohnhaus bietet Musikstudierenden Übernachtungs- und Übungsräume, während der Dachboden als Professorenloft ausgebaut wurde. Im Peter Kaiser Konzertsaal haben rund 120 Personen Platz. Der hat aber nichts mit dem Kärntner Landeshauptmann zu tun, sondern mit dem gleichnamigen Pädagogen, Historiker und Politiker aus Liechtenstein, der von 1793-1864 gelebt hat.Sophie Pacini gestaltete am 27. März ein Konzert in der Reihe "Donnerstags im Hagenhaus“. Die Pianistin wurde bereits mit einem ECHO Klassik, und bei den International Classical Music Awards als „Young Artist of the Year“ ausgezeichnet. Ihr besonderes Augenmerk gilt der Vermittlung von klassischer Musik an die nächste Generation, im Kontext ihrer eigenen Konzerttätigkeit sowie in zahlreichen Publikationen. Pacini ist auch als Moderatorin unter anderem beim Deutschlandfunk und im SWR tätig und gibt immer wieder Konzerte in Frauenhäusern. Sie will dadurch den Frauen, die schwere, traumatische Erfahrungen gemacht haben, Momente des Trostes und der Hoffnung schenken. Denn, so Paccini, sie habe in ihrem Leben so viel Glück und Mut durch Musik erhalten. Das wolle sie weitergeben. (Gestaltung: Stefan Höfel)

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