Stadt Land Kunst Anjou / Levittown / Madrid
Di, 08.04. | 13:10-14:00 | ARTE
Kultur, 2025
* Levittown: US-amerikanische Vorstadt-Utopie
* Deutschland: Rayks Forelle mit Gemüse
* Madrid: Ein tödliches Gerücht
Anjou: Étienne Davodeaus dokumentarische Kunst
Seit etwa 30 Jahren zeichnet Étienne Davodeau Comics, er wurde 1965 geboren und lebt in Anjou. Sein Werk verortet sich zwischen Reportage und Fiktion und dokumentiert den Alltag der Menschen auf dem Land. In "Les Ignorants" (2011) und "Loire" (2023) erzählt der Künstler von seiner Beziehung zu dem Land und den Flüssen der Region und zeigt auf, was die Menschen mit der Natur verbindet. Mit seinen in Anjou verwurzelten Werken schafft Davodeau ein neues literarisches Genre: die Comicreportage.
Levittown: US-amerikanische Vorstadt-Utopie
Die amerikanischen Suburbs sind mehr als eine Vorstadt: Sie waren lange Ausdruck des amerikanischen Traums - das Versprechen strahlender Wohnviertel für alle. Unweit von New York war Levittown in den 1950er Jahren der Prototyp dieses Ideals. Als Reaktion auf die Nachkriegszeit und den Baby-Boom entwarf William Levitt eine Häuserserie für Familien der Konsumgesellschaft - dies war der Beginn der weißen, patriarchalen Mittelschicht. Heute ist Levittown mit seinen ordentlich gemähten Rasenflächen ein lebendiges Museum des amerikanischen Traums.
Deutschland: Rayks Forelle mit Gemüse
In der Nähe von Berlin kocht Rayk mit ausschließlich lokalen Zutaten eine Forelle mit Gemüse. Zunächst schuppt er die Forelle ab, anschließend füllt er sie mit Thymian, Knoblauch, Salz und Pfeffer. Nachdem er den Fisch paniert hat, brät Rayk ihn in einer Pfanne goldbraun an. Zu diesem jodhaltigen Gericht reicht er ein Rotebeete-Kartoffel-Püree und einen grünen Salat mit Tomaten und weißem Spargel. Ein gesundes, lokales und vor allem köstliches Essen.
Madrid: Ein tödliches Gerücht
Die heutige spanische Hauptstadt Madrid wurde wohl zuerst im Jahr 865 erwähnt, als der Emir Muhammad I. eine Festung am Ufer des Flusses Manzanares errichten ließ. Die Siedlung hieß „Mayrit“, was im Arabischen etwa „wasserreiche Flüsse“ bedeutet. Wasser und auch die Brunnen in der Stadt spielten immer schon eine wichtige Rolle für die Menschen in Madrid. Doch eines Tages macht ein Gerücht die Runde - mit tödlichen Folgen. Es folgt ein Massaker, dessen wahres Ausmaß bis heute ein Rätsel bleibt …
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