Tracks East Afghanistan - Geschäfte, Macht, Taliban
Di, 22.04. | 23:35-0:05 | ARTE
Kultur, 2025
Während immer weniger über Afghanistan gesprochen wird, gilt dies nicht für die Kommunikation zwischen Politikerinnen und Politikern mit den Taliban. Obwohl sie die Unterdrückung verschärfen, bemühen sich zahlreiche Akteure um eine Annäherung an das Regime. Russland, China und Pakistan betreiben aktiv Handel, Europa ist noch vorsichtig, aber zunehmend pragmatisch.
Der Film „Hollywoodgate“ zeigt ein eindrückliches Bild dessen, wie die Taliban agieren: Ein Jahr lang begleitete der ägyptische Journalist Ibrahim Nash’at die neuen alten Machthaber Afghanistans mit der Kamera. Der Film zeigt, wie sie sich die zurückgelassenen Waffen und Ressourcen der Westmächte aneignen. Waffen, die Donald Trump nun zurückfordert - während er auch droht, sich den ehemaligen US-Luftwaffenstützpunkt Bagram “zurückzuholen”.
Nash’at spricht bei „Tracks East“ über seine Erlebnisse, die Enttäuschung über Europas Umgang mit Afghanistan und die Normalisierung der Taliban-Herrschaft.
Das Nachbarland Usbekistan macht keinen Hehl aus seinen Normalisierungsbemühungen: Direkt an der Grenzregion, nahe der Stadt Termiz, wurde eine Freihandelszone errichtet, mit Shoppingcenter, Basar, Ärztehaus und einem Luxushotel. Afghanen können hier visafrei einreisen und sich mit allem eindecken, was es im schwer sanktionierten Land nicht gibt. „Tracks East“ zeigt das neue Zentrum der Usbekisch-Afghanischen Freundschaft.
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